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Mit Pilates gegen Hämorrhoidenleiden

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Pilates hilft auch gegen Hämorrhoiden, weil es die den Beckenboden kräftigt.
Getty Images/iStockphoto

Das Training kräftigt den Beckenboden und kann daher vor Beschwerden durch vergrößerte Hämorrhoiden schützen. Zudem verbessert Pilates die Körperhaltung und formt eine gute Figur. Ohne Ausdauer geht es jedoch nicht.

Pilates nutzt die Kraft aus der Körpermitte

Prominente wie Babara Becker oder Uma Thurmann haben Pilates so bekannt gemacht, dass viele Menschen ihnen inzwischen nachturnen. Der Sport ertüchtigt zwar den ganzen Körper, doch im Mittelpunkt des Trainings steht der Bauch. Das Ziel von Pilates ist es nämlich, die Körpermitte - das sogenannte Powerhouse - zu kräftigen. Das gelingt durch Stärken der tiefliegenden Muskeln von Beckenboden, Bauch und Rücken.

Von Pilates profitiert die Haltung: Der gesamte Körper richtet sich auf und erscheint schlanker. Außerdem kann ein straffer Beckenboden vor einem Hämorrhoidalleiden schützen. Wenn die Muskulatur im Unterleib trainiert ist, vergrößern Hämorrhoiden sich nicht so leicht und mögliche Probleme wie Entzündungen, Jucken und Schmerzen bleiben aus.

Anstrengung lässt Sorgen vergessen

Pilates soll aber nicht nur den Körper fit machen, sondern auch den Geist ansprechen. Denn das Training kombiniert Kraftübungen, Atemtechnik, Koordination und Stretching und macht daraus harmonische, fließende Bewegungsabläufe. Das korrekte Ausführen der Übungen erfordert eine so starke Konzentration, dass Alltagssorgen in den Hintergrund rücken können. Nach einer Pilates-Stunde fühlen sich viele Menschen daher entspannt. Eintönigkeit droht auch nicht: Es existieren mehr als 500 Übungen. Einen Teil führen die Trainierenden am Boden aus, andere mit Turngeräten, die der Erfinder des Sports, Joseph Pilates, speziell dafür entwickelt hat.

Durch Pilates besser aussehen - und sich besser fühlen

Pilates selbst versprach: "Du wirst Dich nach zehn Stunden besser fühlen, nach zwanzig Stunden besser aussehen und nach dreißig Stunden wirst Du einen komplett neuen Körper haben." Das klingt gut. "Ist aber zu einfach dargestellt", urteilen Pilates-Trainer und dämpfen die Erwartungen. Pilates-Schüler bräuchten zunächst eine Weile, um sich mit der Methode vertraut zu machen.

Danach gelte: Je öfter jemand trainiert, desto deutlicher zeigen sich Effekte. "Wer Pilates aus ästhetischen Gründen macht, muss schon etwa eine Stunde am Tag investieren", sagt die Pilates-Lehrerin Simone Hörster aus Berlin. Um sich besser zu fühlen, reicht aber schon eine Stunde Pilates pro Woche. Das ergab jedenfalls eine Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Teilnehmerinnen empfanden sich im Verlauf der Studie als trainierter, beweglicher, gesünder und geistig fitter.

Ein ähnliches Bild ergab eine Untersuchung an der Universität Wien, bei der eine Studentin für ihre Diplomarbeit die Wirkung der Technik analysierte. Dafür trainierten elf Pilates-Anfängerinnen zweimal wöchentlich, zweieinhalb Monate lang. Am Ende, nachdem sie 20 Stunden absolviert hatten, beschrieben die Frauen positive Veränderung: Fast alle hielten ihre Haltung als besser und fühlen sich durch das Training körperlich wohler. Mehr als die Hälfte berichtete über weniger Rückenbeschwerden.

Pilates-Trainer sollte eine gute Ausbildung nachweisen können

Pilates eignet sich für junge und alte Menschen. Das Training schone Muskeln und Gelenke, da es ohne schwere Gewichte auskomme und die Bewegungen bewusst langsam und harmonisch sind, urteilt die Allgemeine Ortskrankenkasse. Wer jedoch Probleme mit dem Rücken hat oder schwanger ist, sollte sich mit seinem Arzt beraten, ob Pilates geeignet ist. Viele Krankenkassen bezuschussen die Teilnahme an Pilates-Kursen als Prävention. Da die Bezeichnung Pilates-Trainer nicht geschützt ist, sollten Interessierte ein Angebot genau prüfen, bevor sie sich entscheiden. Versierte Trainer können eine umfangreiche Ausbildung oder eine Lizenz des Deutschen Pilates-Verbandes vorweisen. Ob und welche Pilates-Geräte ein Lehrer einsetzt, ist unterschiedlich. Zudem existieren mittlerweile einige Varianten der klassischen Technik. Daher am besten genau nachfragen und eine Probestunde vereinbaren.

Autor: Martina Janning
Letzte Aktualisierung: 20. November 2013
Durch: sl / Lifeline
Quellen: Nach Informationen der Pilates-Lehrerinnen Anja Schuhmacher und Simone Hörster und von Michaela Bimbi-Dresp: Das große Pilates-Buch, Verlag Gräme & Unzer 2008, AOK

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