
Hygiene
Bedenklich: Besuch auf öffentlichen Toiletten
WCs in Raststätten und bei großen Veranstaltungen sind tatsächlich so schlecht wie ihr Ruf. Aber sauber und diskret: Einmaltuben für Hämorrhoiden-Geplagte
Toiletten Hygiene mangelhaft
Öffentliche Toiletten sind kuschelige Orte jedenfalls für Keime. So zeigte ein Hygienetest des ADAC im Jahr 2005 eine enorme Belastung auf WCs in Raststätten. Nur etwa 30 Prozent aller getesteten Sanitäranlagen bewerteten die Prüfer als unbedenklich. In den Toiletten und auf den Wickeltischen lag ein Viertel der genommenen Keimproben im gesundheitsgefährdenden Bereich", sagte ADAC-Experte Robert Sauter im Westdeutschen Rundfunk. Keime und Krankheitserreger finden sich unter anderem auf Armaturen, Türklinken und Klobrillen. Ein wichtiger Kritikpunkt des ADAC: Es könne nicht sein, dass das Personal Toilettensitze zu Spitzenzeiten zwar häufiger, aber immer mit demselben Lappen reinigt. Keime und Erreger würden nicht beseitigt, sondern bestenfalls auf Wanderschaft geschickt. Zustände, die viele auch von Konzerten & Co kennen und bemängeln, wie eine Umfrage des Toilettenartikelherstellers Tork im Frühjahr 2006 bestätigte. Danach sind drei Viertel aller Deutschen der Meinung, dass Toiletten auf Großveranstaltungen sauberer sein sollten. Insbesondere Frauen sind zu recht pingelig. Mehr als die Hälfte versucht sich einen Toilettenbesuch bei Großveranstaltungen zu verkneifen, bei den Männern sind es 35 Prozent.
Eine saubere Sache: Einmaltuben
Unangenehm wird es, wenn vergrößerte Hämorrhoiden einen zwingen, unterwegs ein stilles Örtchen aufzusuchen, um sich durch Auftragen einer Salbe Linderung zu verschaffen. Wer will schon unter miesen hygienischen Bedingungen den Applikator der Tube am Waschbecken reinigen? Am besten gar unten den neugierigen Augen der Menschen neben einem und in der Warteschlange? Doch das hämorrhoidentypische Jucken und Brennen im Po muss niemandem um den Genuss eines Konzerts oder eines anderen Freizeitvergnügens bringen. So genannte Einmaltuben lassen sich bequem in der Toilettenkabine benutzen und diskret im dortigen Mülleimer entsorgen. Kein Abspülen, keine unnötigen Peinlichkeiten. Außerdem sind die handlichen Portionspackungen leicht in jeder Tasche zu verstauen. Praktisch ist auch, dass in Form von Einmaltuben zwei Präparate mitgenommen werden können, z. B. eines für die Dauertherapie und eins mit Lidocaintherapie für die akuten Beschwerden. Einmaltuben sind also eine gute Lösung für Ausflüge und Reisen, aber auch am Arbeitsplatz. Ein Hämorrhoidenleiden soll schließlich nicht den Kollegentratsch anfeuern.
Wesentliche WC-Regeln
Laut Studien schleudert jedes Toilettenspülen rund 25.000 Viren und 600.000 Bakterien in winzigen Wassertröpfchen durch die Luft. Diese landen im Umkreis von zwei Metern und vermehren sich dort rege. Um den Kontakt mit Keimen einzuschränken, helfen es ein paar Regeln:
- WC-Sitz, Spülknopf, Toilettendeckel nur mit einem Papiertuch anfassen.
- Nicht auf die Klobrille setzen oder Papier unterlegen.
- Die Toilettentür mit dem Fuß aufschieben. Die Klinke nur mit einem Papiertuch berühren.
- Nach dem Toilettengang die Hände mit Seife und warmem Wasser waschen.
- Zum Abtrocknen Papiertücher benutzen, keine Stoffhandtücher. Sie sind ideale Sammelstellen für Erreger.
- Auf Campingplätzen oder in Schwimmbädern nicht barfuß aufs WC gehen.
- Für das Wickeln kleiner Kinder Papier oder ein Handtuch auf der Wickelunterlage ausbreiten.










