
Heterosexuelle
Hämorrhoiden - für Männer kaum ein Problem beim Sex
Den meisten heterosexuellen Männern schlägt ein Hämorrhoidenleiden nicht auf die Lust. Anales Erregen des G-Punktes kann aber zu Entzündungen führen.
Männerfantasien: "Ein 24jähriger Student erzählte, er habe beim Masturbieren den unstillbaren Wunsch nach einem Fremdkörper im Hintern verspürt. Er habe sich schließlich eine riesige Gurke aus dem Kühlschrank geholt. - Zwei Tage danach hatte er unter starken Hämorrhoiden zu leiden", schreibt jemand in einem Internetforum. Klingt interessant, ist aber unglaubwürdig. Zum einen hat jeder Mensch Hämorrhoiden. Die Schwellkörper im Enddarm dienen dazu, den After gemeinsam mit dem Schließmuskel abzudichten. Zum anderen können sich die Hämorrhoiden nicht durch einmaliges Reizen vergrößern und entzünden. Von heute auf morgen entwickelt keiner ein Hämorrhoidenleiden, sagt Dr. Bernhard Lenhard, Facharzt aus Heidelberg. Erst durch chronische Verstopfung, zu wenig Bewegung oder ständigen Druck auf den Beckenboden vergrößern sich die Blutgefäße nach und nach.
"Anale Manipulationen" können zu Blutungen und Entzündungen führen
Leidet ein Mann bereits an vergrößerten und entzündeten Hämorrhoiden, kann es durch "anale Manipulationen" zu Blutungen und Entzündungen kommen", berichtet Doktor Lenhard. Vorsicht ist daher nicht nur bei Analsex geboten, sondern auch, wenn der männliche G-Punkt mit den Fingern oder Sexspielzeug stimuliert wird - Schmerzen und Lust vertragen sich meist nicht. Wer nicht auf die als äußerst erregende Stimulation der Prostata verzichten will, kann dies auch von außen tun. Dazu den Bereich zwischen Hodensack und Anus, den so genannten Damm, behutsam massieren oder kraulen. Das reicht manchmal sogar aus, um einen Mann zum Höhepunkt zu bringen.
Sogar Hautentzündungen am After sind für Männer wenig beeinträchtigen
Eine Befragung von Patienten zeigte, dass Männer sich durch ein Hämorrhoidenleiden wenig in ihrem Sexleben beeinträchtigt fühlen. Schmerzen sind ein Grund für sie auf anale Praktiken zu verzichten. Aber ganz im Gegensatz zu Frauen scheinen Männer auf Hautentzündungen am After keine Rücksicht zu nehmen. Solche Ekzeme treten erst bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden auf. Sie entstehen, weil die entzündeten Gewebeknoten nach außen nässen. Da die Haut in der Afterfalte schubbert, wird sie mit der Zeit wund, und es entsteht ein Analekzem. Solche Hautenzündungen sind langwierig und gehören in ärztliche Hand. Um der Ursache, dem Hämorrhoidenleiden, beizukommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von der Schwere der Probleme ab. Im ersten Stadium können Sitzbäder, Salben oder Analtampons die Entzündung zurückdrängen und das lästige Jucken lindern. In fortgeschrittenen Stadien müssen die Knoten verkleinert werden z.B. durch eine Gummibandligatur oder eine Operation.










