Befragung

So diagnostiziert der Arzt Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind nichts Bösartiges. Allerdings sind die Symptome - Jucken, Brennen und ein Fremdkörpergefühl am After - sehr unangenehm. Wer unter Hämorrhoiden leidet, sollte deshalb in jedem Fall zum Arzt gehen. Denn hinzu kommt: Die Beschwerden verschlimmern sich unbehandelt meist. Viele Patienten sind nach dem Arztbesuch erleichtert, da die Untersuchung meist viel weniger schmerzhaft und unangenehm verlaufen ist, als befürchtet.

Vor der Untersuchung wird der Arzt zunächst eine Reihe von Fragen stellen. Denn die Krankengeschichte und eine genaue Beschreibung der Beschwerden geben ihm wichtige Hinweise für sein weiteres Vorgehen.

So wird der Arzt nach den üblichen Symptomen wie hellrotes Blut im Stuhl, Blutspuren am Toilettenpapier oder in der Unterwäsche fragen. Aber auch Auffälligkeiten wie Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Nachtschweiß und Fieber werden ihn interessieren. Schließlich muss er sicher gehen, dass es sich tatsächlich nur um ein harmloses Hämorrhoidalleiden handelt und nicht etwa um eine ernsthaftere Magen-Darmerkrankung.

Die Darmspiegelung ist für den Arzt Routine

Anschließend wird der Arzt die Analregion und den Enddarm untersuchen. Dabei inspiziert er die Analregion mit dem Finger. Auch eine Enddarmspiegelung (Proktoskopie) gehört zum Untersuchungsprogramm. Manche Hausärzte nehmen diese selbst vor, andere überweisen ihre Patienten zu einem Spezialisten.

Wenn sich die Blutungsquelle nicht eindeutig orten lässt, muss ein Spezialist eventuell den gesamten Dickdarm mit einem bis zu zwei Meter langen, flexiblen Rohr (Koloskop) spiegeln. Nur so lässt sich vermeiden, dass etwa bösartige Geschwülste des Mastdarms oder des übrigen Dickdarms unentdeckt bleiben.

Manchen Patienten sind die Untersuchungen des Darms peinlich. Sie sollten sich jedoch vor Augen halten, dass die Inspektion mit dem Finger und die Darmspiegelung für Ärzte Routine sind. Zu bedenken ist außerdem: Ohne die Untersuchungen ist auch keine wirklich wirkungsvolle Therapie möglich. Denn der Arzt muss sich ein ganz genaues Bild von der Erkrankung machen, um seinen Patienten gezielt behandeln zu können.


Autor: BSMO Redaktion
Stand: 15-08-2002



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