Botox
Weniger Schmerzen nach Hämorrhoiden-OP
Das hochpotente Antifaltenmittel Botox mildert den Druck auf das operierte Hämorrhoidalpolster. Die Patienten brauchen somit weniger Schmerzmittel. In Deutschland wird Botox allerdings noch nicht nach Hämorrhoiden-Operationen eingesetzt.
Bei ausgeprägten Hämorrhoiden ist eine Operation oftmals die einzig wirkungsvolle Behandlungsmethode. Um den Patienten die Heilungsphase schmerzfreier zu gestalten, haben Forscher aus Großbritannien eine Versuchsreihe mit dem Botulinum-Toxin (Botox ®) gestartet, berichtet die American Society of Colon and Rectal Surgeons (ASCRS) auf ihrer Homepage.
Botox wird aus dem Gift eines Bakteriums gewonnen und unter anderem zur Glättung von tiefen Gesichtsfalten verwendet. Doch es lässt sich offenbar auch zur Schmerzbekämpfung nach einer Hämorrhoiden-OP verwenden, wenn es in den inneren Schließmuskel gespritzt wird. Durch die Muskel entspannende Wirkung von Botox wird der Druck auf das operierte Hämorrhoidalpolster gemildert.
Patienten, denen die Ärzte eine Botox-Injektion verabreichten, brauchten deutlich weniger Schmerzmittel während der Heilungsphase als diejenigen, die nur Kochsalzlösung gespritzt bekamen. Ob und wann Botox auch in Deutschland bei Hämorrhoiden-Operationen Anwendung finden wird, steht noch nicht fest.







