Funktion der gesunden Hämorrhoiden

Gesunde Hämorrhoiden

Welche Funktion hat das Hämorrhoidalpolster

Gesunde Hämorrhoiden
Hämorrhoiden sind nicht immer krankhaft.
(c) Stockbyte

Als Hämorrhoiden wird umgangssprachlich das Blutgefäßpolster bezeichnet, welches sich unter der Schleimhaut des oberen Analkanals befindet. Zusammen mit dem Schließmuskel des Afters dichtet dieses Gefäßgeflecht den Darm nach außen ab. Das Hämorrhoidalpolster selbst ist also überhaupt nicht krankhaft, sondern erfüllt eine wichtige Funktion.

Nach seiner langen Passage durch den Verdauungstrakt - Mundhöhle, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm - ist der Nahrungsbrei schließlich so beschaffen, dass die Reste als Stuhlgang im unteren Mastdarm ankommen. Hat sich eine gewisse Menge angesammelt, melden Nerven im Mastdarm, dass es Zeit ist "Platz zu schaffen". Stuhldrang setzt ein.

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    Wissen Sie, welche Behandlungen es bei Hämorrhoiden gibt und wie Sie dem schmerzhaften Leiden am besten vorbeugen?

Das letzte Stück des Mastdarms ist die Ampulle. Hier liegen die Hämorrhoidalpolster, die etwa drei bis vier Zentimeter oberhalb des Afters im Analkanal liegen. Der Arzt kann diese bei einer Untersuchung mit dem Finger normalerweise nicht ertasten.

Nur der äußere Schließmuskel lässt sich willentlich steuern

Das Hämorrhoidalpolster ist das Verschlusspolster des Mastdarms. Bei angespanntem innerem Schließmuskel ist es mit Blut gefüllt und verhindert so, dass Stuhlgang passieren kann. Das Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen, macht sich erst bemerkbar, wenn die Nervenenden im Mastdarm dem Gehirn signalisieren, dass genügend Stuhl in der Ampulle ist. Der innere Schließmuskel erhält dann das Signal: erschlaffen. Das Blut fließt aus dem Hämorrhoidalplexus ab, der Verschluss entfällt und der Stuhl kann nach draußen gelangen.

Auf diesen gesamten Ablauf hat der Wille des einzelnen keinen Einfluss. Die letzte Kontrollinstanz ist der äußere Schließmuskel, der von der Beckenmuskulatur unterstützt wird. Ob er sich öffnet oder nicht, kann jeder normalerweise bewusst steuern.

Die richtige Ernährung bei Verstopfung
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    Vollkornprodukte

    Stopfend wirken Lebensmittel, die kaum Ballaststoffe enthalten und vom Körper restlos verdaut werden. Dazu zählen zum Beispiel Schokolade und Weißbrot. Wählen Sie also ihrem Darm zuliebe die Alternative aus Vollkorn - ob bei Nudeln, Brot oder Reis.

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    Gemüse und Salat

    Unter Verstopfung leiden häufiger Menschen, die viel Fleisch essen. Gemüse und Salat dagegen treiben die Verdauung an. Besonders viele Ballaststoffe enthalten Hülsenfrüchte, alle Salatsorten sowie Beerenobst.

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    Genügend Wasser trinken

    Wenig Trinken macht den Stuhl dicker und härter, eine unangenehme Verstopfung mit Bauchschmerzen und Entleerungsproblemen ist die Folge. Die einfachste Vorbeugung: genug Wasser trinken.

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    Buttermilch, Kefir, Joghurt

    Die Milchsäurebakterien in Produkten aus Sauermilch unterstützen eine gesunde Darmflora, zusätzlich wirkt Milchzucker abführend. Das gilt zum Beispiel für Buttermilch und Joghurt.

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    Ballaststofflieferant Müsli

    Letzteren können Sie zum Beispiel morgens im Müsli genießen, das mit Körnern und Früchten dem Körper sehr viele Ballaststoffe zuführt.

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    Haferflocken

    Eine ideale Müsli-Grundlage bei Verstopfung sind Haferflocken, deren unverdauliche Bestandteile im Darm aufquellen und die Verdauung fördern.

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    Kleie

    Noch mehr Ballaststoffe liefert Weizenkleie, die sich zum Beispiel in Quark oder Orangensaft gut macht und dem Darm auf die Sprünge hilft.

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    Leinsamen

    Auch ein Löffel Leinsamen - im Müsli oder über Nacht eingeweicht - gilt als wirksames Hausmittel gegen Verstopfung. Noch dazu sind die Samen gesund und liefern jede Menge Omega-3-Fettsäuren.

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    Trockenobst

    Trockenosbt wie Pflaumen, Datteln, Aprikosen und Feigen - eingeweicht oder einfach so - lösen Verstopfungen auf. Allerdings enthalten Trockenfrüchte sehr viel Fruchtzucker, eine Dauerlösung ist ihr Verzehr also nicht.

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    Milchzucker

    In hartnäckigen Fällen schwören viele von Verstopfung Geplagte auf einen Löffel Milchzucker in Orangensaft oder Wasser. Dieses Hausmittel natürlich nicht anwenden, wenn Sie unter Laktoseintoleranz leiden!

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    Kaffee

    Kaffee regt das Nervensystem an - und damit auch die Verdauung. Darüber hinaus werden dem beliebten Bohnengetränk viele weitere gesundheitliche Vorteile zugeschrieben.

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    Sauerkrautsaft

    Sauerkraut und der Saft daraus wirken abführend und so der Verstopfung entgegen. Das vergorene Kraut enthält ebenfalls Milchsäurekulturen.

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    Pflaumensaft

    Auch Pflaumensaft dürfte seine Wirkung nicht verfehlen.

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    Apfelessig

    Wer dem Wasser (siehe Punkt 2) noch ein oder zwei Löffel Apfelessig zugibt, verstärkt die Wirkung gegen Obstipation.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. März 2014

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