
Hämorrhoidentherapie
Eine Frage des Grades
Bilden sich am gesunden Hämorrhoidalpolster im Mastdarm Gefäßknoten, spricht die Medizin von Hämorrhoiden. Die Frage aber, die sich für einen Arzt bei Patienten mit diesem Leiden aber sofort stellt, lautet: welchen Grades? Denn ob er Salbe, Zäpfchen oder Sitzbäder verschreibt, verödet, abbindet oder gar operiert, richtet sich danach, wie ausgeprägt die Gefäßknoten sind.
Hämorrhoiden ersten Grades bluten oft. Auf dem Toilettenpapier finden sich deshalb leicht einmal Blutauflagerungen, was viele Patienten zunächst erschrecken lässt. Äußerlich sind die Gefäßknoten in diesem Stadium weder sicht- noch tastbar. Kommen Juckreiz, Hautentzündungen (Ekzeme), Brennen und Nässen hinzu, handelt es sich bereits um Hämorrhoiden zweiten Grades. Häufig treten in diesem Stadium auch Schmerzen beim Stuhlgang auf. Beim Pressen sind die Gefäßknoten jetzt äußerlich sicht- und tastbar.
Starke Schmerzen häufig im vierten Stadium
Bei Hämorrhoiden ersten Grades reicht es manchmal, wenn der Patient sich ballaststoffreich ernährt, viel Wasser trinkt und häufiger Sport treibt. Gegen Ekzeme, Juckreiz, Brennen und Nässen wirken im zweiten Stadium. Salben, Zäpfchen und Sitzbäder. Stören die Hämorrhoiden fortwährend kann es sinnvoll sein, sie veröden oder durch Gummibandligatur entfernen zu lassen.
Die Gummibandligatur kann gelegentlich bei Hämorrhoiden dritten Grades sinnvoll sein. In diesem Stadium dringt der Hämorrhoidalknoten beim Stuhlgang bereits deutlich nach draußen und lässt sich meist nur noch mit der Hand zurückdrücken. Es treten jetzt auch schleimige Absonderungen auf. Manchmal kommen sehr schmerzhafte Analthrombosen hinzu, da sich der Blutstrom im Hämorrhoiden-Adergeflecht verlangsamt.
In den meisten Fällen behandelt der Arzt Hämorrhoiden dritten Grades aber operativ. Spätestens im vierten Stadium ist eine Operation unumgänglich. Denn jetzt lassen sich die aus dem Analkanal herausgetretenen Hämorrhoiden nicht mehr zurückdrücken. Zudem sind starke Schmerzen im Rektum möglich.










