Hämorrhoiden: Das wichtigste auf einen Blick
Sieben Fragen zu Hämorrhoiden

Woran erkennt man Hämorrhoiden, bei welchen Beschwerden sollte man zum Arzt? Die wichtigsten... mehr...

Die häufigsten Analerkrankungen

Es juckt, die Haut brennt, nässt oder ist wund. In der Galerie zeigen wir die häufigsten... mehr...

Hämorrhoiden-Lexikon: Die wichtigsten Begriffe

Was ist was? Fachbegriffe zu Hämorrhoiden im Lexikon von A wie Analfistel bis S wie Sphinkter oder Schließmuskel verständlich erklärt

A wie Analfissur

Analfissur (Fissura ani): Tiefer Einriss oder Geschwür, das sich entzündet hat. Die Analfissur tritt auf, wenn die Analhaut durch übermäßige Dehnung etwa durch harten Stuhlgang reißt. Bei einer Analfissur treten während und nach der Stuhlentleerung heftige Schmerzen auf, die über Stunden anhalten können.

Analfistel (Fistula ani): Eine Fistel ist ein vereiterter Gang zwischen zwei Organen oder dem Entzündungsherd und der Außenhaut, meist schmerzhaft. Innere Analfistel: vom Anus ausgehend, endet in anderen Teilen des Darmes oder in anderen Organen. Äußere Analfistel: vom Anus ausgehend, mündet in der Oberhaut.

Anoderm: Haut, die den Analkanal (Zona cutanea) auskleidet und diesehr schmerzempfindlich ist. Reißt das Anoderm ein und entzündet sich diese Stelle, spricht man von einer Analfissur. Hämorrhoiden begünstigen eine Analfissur, da sie den Zustrom und die Abfuhr von Blut in dieser Region stören und Risse in der Schleimhaut schlechter ausheilen können.

  • zum Test

    Wissen Sie, welche Behandlungen es bei Hämorrhoiden gibt und wie Sie dem schmerzhaften Leiden am besten vorbeugen?

Analtampon: Hilfsmittel aus Watte oder Kunststoff zu Verschluss des Afters, um ungewollten Stuhlverlust zu vermeiden. Der Begriff wird auch verwendet für ein Zäpfchen, in das ein Mullstreifen eingearbeitet ist (z.B. Hämotamp). Diese Galenik ermöglicht eine lokale Wirkung am gewünschten Wirkort, da das Zäpfchen den Mastdarm nicht weiter hinauf wandern kann und der Wirkstoff daher nicht über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf abgegeben werden kann.

Analthrombose: Harmlose Blutgerinnsel am Afterrand, die meist spontan auftreten und sich von selbst nach bis zu zwei Wochen zurückbilden. Als Ursachen kommen starkes Pressen beim Toilettengang, langes Sitzen auf kalter Unterlage oder abnormaler Stuhlgang etwa nach einer Entbindung, als Folge starken Alkoholkonsums oder dem Verzehr scharfer Speisen in Frage. Häufig fälschlicherweise als "äußere Hämorrhoiden" bezeichnet. Symptom: Bläulich Knoten am Afterrand, die sehr schmerzhaft sein können. Reißen die Knoten ein, kann es zu Blutungen kommen.

B wie Ballaststoffe

Ballaststoffe: Pflanzliche Nahrungsbestandteile aus speziellen Kohlenhydraten, die für den Menschen unverdaulich sind. Ballaststoffe erfüllen gleich mehrere Funktionen: Sie vergrößern das Stuhlvolumen und regen dadurch die Darmtätigkeit an und sie fördern das Kauen der Nahrung und tragen so zur Erhaltung der Zahngesundheit bei. Die empfohlene Tagesdosis beträgt für Erwachsene 30 g. Ballaststoffe sind für einen gesunden Darm essentiell und können dazu beitragen, Hämorrhoiden vorzubeugen.

D wie Darmspiegelung

  • Zum Downloadbereich

    Hier können Sie sich anonym und kostenlos den Patienten-Ratgeber "Gut versorgt bei Hämorrhoiden" downloaden.

Darmspiegelung: Meist schmerzfreie Untersuchung des Darms mit Hilfe eines Proktos- (Mastdarmspiegelung) oder Koloskops (Dickdarmspiegelung). Die Untersuchungsgeräte werden durch den After in den Darm eingeführt und ermöglichen einen Einblick in das Darminnere.

F wie Feigwarzen

Feigwarzen (Kondylome): Grau-gelbe Warzen, die durch das Humane Papillomvirus (HPV) verursacht werden. Die Erkrankung ist durch Geschlechtsverkehr oder die Benutzung eines Handtuchs mit infizierten Personen übertragbar. Feigwarzen machen sich durch Brennen und Nässen bemerkbar und werden oft mit Hämorrhoiden verwechselt. Die Behandlung bei außen gelegenen Kondylomen über mehrere Wochen mit Tinkturen. Sitzen die Feigwarzen im Enddarm, werden sie oft im Zuge einer kleinen Operation entfernt. In seltenen Fällen können sie zu Tumoren am Anus oder an den Genitalien heranwachsen. Weitere Informationen zu Feigwarzen

Fissur: Einriss der Schleimhaut (siehe auch Analfissur).

G wie Gummiband-Ligatur

Gummiband-/Gummiring-Ligatur: Abbinden der Hämorrhoiden mittels eines Gummibandes oder -rings. Die Blutzufuhr in die vergrößerten Hämorrhoiden wird dadurch gestoppt, das überdehnte Gewebe stirbt ab und wird nach etwa drei bis fünf Tagen mit dem Stuhl ausgeschieden. Meist schmerzfreier und komplikationsloser Eingriff bei Hämorrhoiden 2. oder seltener 3. Grades. Die Operationstechnik wird auch Gummibandligatur nach Barron genannt.

H wie Hämorrhoidektomie

Die Hämorrhoidektomie ist  die chirurgische Entfernung pathologisch vergrößerter Hämorrhoiden. Es gibt verschiedene Methoden. Welche geeignet ist, hängt vom Stadium der Erkrankung und von den Beschwerden des Patienten ab.

L wie Longo

Longo-Methode auch Stapler-Hämorrhoidopexie: Die Longo-Methode ist eine spezielle Operationsform zur Entfernung von Hämorrhoiden. Diese Operationsmethode wird auch anales Lifting genannt. Bei dem Eingriff wird die vorgefallene Hämorrhoidalzone (Prolaps) teilweise wieder nach oben gezogen und innerhalb des Darmes befestigt, Teile des Prolaps werden auch entfernt. Die Longo-Methode verursacht relativ wenig Schmerzen. Sie kann nur dann angewandt werden, wenn der Afterkanal noch nicht dauerhaft nach außen getreten ist.

M wie Marisken

Marisken: Hautfalten um den After. Sie können ein Hinweis auf das Vorkommen von krankhaft veränderten Hämorrhoiden sein, aber auch als Folge einer Geburt oder nach Analthrombosen zurückbleiben. Manchmal kommt es zu Verwechslungen mit Hämorrhoiden. Unterscheidungsmerkmal: Beim Betätigen der Bauchpresse schwellen Marisken nicht an.

Milligan-Morgan: Schonende Operationsmethode zum Entfernen einzelner Hämorrhoiden. Der Operateur zieht bei dieser Methode den betroffenen Gefäßknoten vor, umsticht und entfernt ihn. Das Wundgebiet wird nicht verschlossen, damit das Sekret abfließen und die Wunde gut ausheilen kann. In manchen Fällen kann der Eingriff ambulant in einer Arztpraxis ausgeführt werden und bedarf keines Krankenhausaufenthaltes.

P wie Proktologe

Periduralanästhesie: Begrenzte Betäubung durch Injektion eines Narkosemittels in die Nähe des Rückenmarks. Betäubt werden nur die Bereiche, die von dem jeweiligen Abschnitt des Rückenmarks versorgt werden.

Prolaps oder Rektumprolaps: Vorstehen (Vorfall) eines inneren Organs aus einer Körperöffnung. Prolaps bei einem Hämorrhoidalleiden bedeutet, dass die Hämorrhoiden aus dem After ausgetreten sind und sich nach außen wölben. Dies ist bei Hämorrhoiden dritten oder vierten Grades der Fall. Weitere Informationen zum Prolaps

Proktitis (Mastdarmentzündung): Dies ist eine Entzündung der Darmschleimhaut im letzten Abschnitt des Mastdarms (Enddarm). Zu den häufigsten Ursachen zählen sexuell übertragbare Krankheiten wie Tripper, Syphilis, Herpes genitales, Chlamydien und HPV. Mehr zur Proktitis

Proktologe: Facharzt für Proktologie, der Lehre von den Erkrankungen des Enddarms. Er ist unter anderem Spezialist für Hämorrhoidalleiden.

Proktologika sind Medikamente zur Behandlung wunder oder erkrankter Bereiche im und/oder am After. Proktologika werden oft fälschlich als "Hämorrhoidenmittel" bezeichnet. Die Medikamente lindern zwar Symptome wie Jucken und Brennen im Analbereich, wirken aber nicht direkt gegen vergrößerte Hämorrhoiden.

Proktoskop: Untersuchungsgerät zur Betrachtung des Enddarms. Ein Proktoskop ist ein starres Rohr, das in den After eingeführt wird. Es ist mit einer Lichtquelle und einem optischem System ausgestattet und kommt u.a. zum Einsatz, wenn der Verdacht auf Hämorrhoiden besteht.

R wie Rektoskop

Ein Rektoskop ist ein starres Rohr zur Untersuchung des Mastdarms. Es wird über den After eingeführt.

S wie Schließmuskel oder Sphinkter

Schließmuskel oder Sphinkter: Ringförmiger Muskel, der ein Hohlorgan in angespanntem Zustand vollständig abdichtet. Der Schließmuskel am After verhindert den Austritt von Kot.

Sklerosierung oder Sklerotherapie: Verschließen von Gefäßen durch Verödung. Eine Sklerosierung kann etwa durch das Einspritzen gefäßverengender Substanzen in den gewünschten Bereich eingeleitet werden. Die Sklerotherapie wird vor allem bei Hämorrhoiden zweiten Grades angewandt. Meist kommt es nach einer beschwerdefreien Zeit jedoch erneut zum Auftreten von Hämorrhoiden. Die Sklerosierung ist im Allgemeinen ein schmerzloser Eingriff, der sich ambulant durchführen lässt.

Die häufigsten Analerkrankungen

 

Autor: haemorriden Administrator
Letzte Aktualisierung: 01. Juli 2015

Expertenrat Hämorrhoiden

Im Expertenrat Hämorrhoiden können Sie Fragen an einen Spezialisten stellen.

zum Expertenrat
Gratis Broschüren
shop-apotheke.com
Aktuelle Fragen
  • Expertenrat Hämorrhoiden
    schwammiges Gefühl 28.07.2015 | 18:15 Uhr von Estarina79

    Sehr geehrte Frau Dr. Schönenberg Hackenberg, hatte vor 6 Wochen die 3. Ligamentur gesetzt...  mehr...

  • Expertenrat Hämorrhoiden
    Blut am Stuhl 25.07.2015 | 14:33 Uhr von lislll

    Hallo Frau Dr., Habe am donnerstag vormittag meine 3. Und eigentlich letzte Verödung...  mehr...

  • Expertenrat Hämorrhoiden
    Rektummukosaprolaps 24.07.2015 | 22:50 Uhr von Priesterin

    Sehr geehrte Frau Dr. Schönenberg-Hackenberg, seit sehr vielen Jahren habe ich, weiblich,...  mehr...

Zum Seitenanfang