Risiko Obstipation

Verstopfung ist häufigste Ursache für Hämorrhoiden

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Jeder fünfte ist betroffen: Verstopfungen können Hämorrhoiden verursachen.
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Hämorrhoiden werden meist durch chronische Verstopfung hervorgerufen. Sie sind also eine Zivilisationskrankheit, denn vor allem eine ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel machen den Darm träge. Aber auch wer wenig trinkt, läuft Gefahr Hämorrhoiden zu entwickeln.

Hämorrhoiden werden meist durch chronische Verstopfung hervorgerufen, eine Zivilisationskrankheit, denn vor allem eine ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel machen den Darm träge. Aber auch wer wenig trinkt, läuft Gefahr Hämorrhoiden zu entwickeln. Bekommt der Körper zu wenig Flüssigkeit, wird der Stuhl hart und unbeweglich. Verweilt der Nahrungsbrei jedoch zu lange im Darm, wird ihm noch mehr Wasser entzogen. Der Darminhalt wird immer zäher.

Die Folge: Beim Stuhlgang muss stark gepresst werden. Das überdehnt die Blutgefäße im Enddarm und vergrößert das Hämorrhoidalgeflecht. Wird das Adergeflecht ständig überdehnt, bilden sich Aussackungen in Enddarm und After.

Es gibt aber noch weitere Ursachen für Hämorrhoiden:

  • In der Schwangerschaft drückt das Kind - inklusive Fruchtwasser und Placenta - auf den Enddarm. Das behindert den Blutabfluss, wodurch wiederum das Hämorrhoidalgeflecht überdehnt wird. Das gleiche Problem entsteht bei Übergewicht
  • Im Alter können sich die Hämorrhoidalgefäße mehr mit Blut füllen, da die Elastizität des Gewebes nachlässt. Der normale Rückfluss wird also vermindert und die Gefäßwände überdehnt. Am Ende entstehen Gefäßknoten
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  • Bei sitzender Tätigkeit begünstigt die in der Hüfte abgeknickte Sitzhaltung einen Blutstau unterhalb der Hüfte
  • Hämorrhoiden können auch familiär bedingt sein: Mediziner beobachten immer wieder einen angeborenen Elastizitätsmangel des stützenden Bindegewebes, mit dem auch das Hämorrhoidalgeflecht ausgestattet ist.
Die richtige Ernährung bei Verstopfung
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    Vollkornprodukte

    Stopfend wirken Lebensmittel, die kaum Ballaststoffe enthalten und vom Körper restlos verdaut werden. Dazu zählen zum Beispiel Schokolade und Weißbrot. Wählen Sie also ihrem Darm zuliebe die Alternative aus Vollkorn - ob bei Nudeln, Brot oder Reis.

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    Gemüse und Salat

    Unter Verstopfung leiden häufiger Menschen, die viel Fleisch essen. Gemüse und Salat dagegen treiben die Verdauung an. Besonders viele Ballaststoffe enthalten Hülsenfrüchte, alle Salatsorten sowie Beerenobst.

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    Genügend Wasser trinken

    Wenig Trinken macht den Stuhl dicker und härter, eine unangenehme Verstopfung mit Bauchschmerzen und Entleerungsproblemen ist die Folge. Die einfachste Vorbeugung: genug Wasser trinken.

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    Buttermilch, Kefir, Joghurt

    Die Milchsäurebakterien in Produkten aus Sauermilch unterstützen eine gesunde Darmflora, zusätzlich wirkt Milchzucker abführend. Das gilt zum Beispiel für Buttermilch und Joghurt.

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    Ballaststofflieferant Müsli

    Letzteren können Sie zum Beispiel morgens im Müsli genießen, das mit Körnern und Früchten dem Körper sehr viele Ballaststoffe zuführt.

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    Haferflocken

    Eine ideale Müsli-Grundlage bei Verstopfung sind Haferflocken, deren unverdauliche Bestandteile im Darm aufquellen und die Verdauung fördern.

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    Kleie

    Noch mehr Ballaststoffe liefert Weizenkleie, die sich zum Beispiel in Quark oder Orangensaft gut macht und dem Darm auf die Sprünge hilft.

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    Leinsamen

    Auch ein Löffel Leinsamen - im Müsli oder über Nacht eingeweicht - gilt als wirksames Hausmittel gegen Verstopfung. Noch dazu sind die Samen gesund und liefern jede Menge Omega-3-Fettsäuren.

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    Trockenobst

    Trockenosbt wie Pflaumen, Datteln, Aprikosen und Feigen - eingeweicht oder einfach so - lösen Verstopfungen auf. Allerdings enthalten Trockenfrüchte sehr viel Fruchtzucker, eine Dauerlösung ist ihr Verzehr also nicht.

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    Milchzucker

    In hartnäckigen Fällen schwören viele von Verstopfung Geplagte auf einen Löffel Milchzucker in Orangensaft oder Wasser. Dieses Hausmittel natürlich nicht anwenden, wenn Sie unter Laktoseintoleranz leiden!

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    Kaffee

    Kaffee regt das Nervensystem an - und damit auch die Verdauung. Darüber hinaus werden dem beliebten Bohnengetränk viele weitere gesundheitliche Vorteile zugeschrieben.

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    Sauerkrautsaft

    Sauerkraut und der Saft daraus wirken abführend und so der Verstopfung entgegen. Das vergorene Kraut enthält ebenfalls Milchsäurekulturen.

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    Pflaumensaft

    Auch Pflaumensaft dürfte seine Wirkung nicht verfehlen.

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    Apfelessig

    Wer dem Wasser (siehe Punkt 2) noch ein oder zwei Löffel Apfelessig zugibt, verstärkt die Wirkung gegen Obstipation.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2008

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