Brennen

Kategorie: Haemorriden.net » Expertenrat Hämorrhoiden | Expertenfrage

13.01.2018 | 21:13 Uhr

Guten Abend,

ich hatte vor ein paar Wochen schon einmal geschrieben, da ich seit nunmehr 3 Monaten nach einer Verödung extremes Brennen am After und Analkanal verspüre. Ich kann nicht gut sitzen und längeres Laufen ist auch unangenehm.

Zur Vorgeschichte: Bin weibl., 45 J., 3 spontane Entbindungen, Häm 1.-2. Grades, Rektozele. Seit ca. 10 Jahren Probleme mit symptomatischen Häm., ca. 1 x im Jahr verödet, vor Jahren auch schon 2 x Gummibandligatur.

Nun ist die aktuelle Situation, dass ich aufgrund immer mal wieder auftretender Druckgefühle/Brennen die Verödung Anfang Oktober machen ließ und seitdem dieses extreme Brennen verspüre. Nach der Verödung bekam ich 2 Analthrombosen im Abstand von 2 Wochen, die mittlerweile verheilt sind. 

Äußerlich ist kaum etwas zu sehen. Stuhlschmieren bereitet mir schon lange Probleme.

Habe jetzt seit 3 Monaten 1 - 2 mal am Tag Sitzbäder mit Tannolact, konsequent nur Zinksalbe, dann mal 14 Tage Kortisonsalbe (die auch zu 70 % anschlug), dann mal 14 Tage Hametumsalbe und zum Schluß vom FA Claversal 250 mg Zäpfchen, die sehr gut geholfen haben, aber ein stundenlanges Brennen nach Einführen, breiigen Stuhl und Ausschlag mit sich brachten. Habe sie nach 4 Tagen abgesetzt.

Mein Proktologe hat mich schon 3 x nach der Verödung untersucht und nichts Außergewöhnliches gesehen.

Nun habe ich nächste Woche einen weiteren Termin zur Ligatur.

Meine Frage wäre, soll ich die Häm. abbinden lassen? Möchte jetzt endlich mal Ruhe haben, weiß aber nicht, ob das in diesem extremen Reizzustand überhaupt sinnvoll ist?

Hatte vor Jahren extremste Schmerzen nach beiden Ligaturen, Novalgin und Diclo halfen nicht. Welches Schmerzmittel könnte ich nehmen?

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Expertin Schönenberg-Hackenberg
Beitrag melden
14.01.2018, 13:17 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Da Sie ja so starke Probleme haben und auch nach der Verödung eher Verschlechterung eingetreten ist, würde ich jetzt erst mal abwarten !

Im Moment gilt für Sie wahrscheinlich "weniger ist mehr".

Fahren Sie unbedingt mit ihren sehr guten Allgemeinmassnahmen fort, sehr vorbildlich !!

Ich würde die Hämorrhoidenbehandlung erst dann fortsetzen lassen, wenn wirklich Nässen durch vergrößerte Hämorrhoiden sicher die Ursache Ihrer Problematik ist und ein Reizzustand der Analhaut eher unwahrscheinlich erscheint. Dies kann man aber auch noch in ein paar Monaten entscheiden.

Alles Gute !

Dr. E. S.

Beitrag melden
20.01.2018, 11:28 Uhr
Antwort

Hallo, Fr. Dr.!

Hier eine Rückmeldung nach meinem gestrigen Kontrolltermin:

Der Arzt hat eine Proktoskopie gemacht und mich sehr gründlich untersucht. Nach ausgiebiger Befragung meiner aktuellen Probleme ist er sich sehr sicher, dass mein eigentliches Problem die Rektozele in Verbindung mit einer nicht optimalen Stuhlkonsistenz ist.

Seit einigen Jahren nehme ich nun schon Macrogol, da ich an Verstopfung leide, die nicht anders in den Griff zu bekommen ist.

Er meinte, die Rektozele wäre mittelgroß, der Stuhl zu klebrig.Daher käme das Stuhlschmieren und Brennen. Ich verwende seit einigen Monaten immer weniger Macrogol, da der Stuhl zu dünn wurde. Nehme ich aber zu wenig, wird er wieder zu fest.

Ich soll nun umsteigen auf Mucofalk. Davor habe ich regelrecht Angst, weil ich beim letzten Versuch starke Verstopfung trotz 3 l Flüssigkeit bekam. Ich nehme zur Zeit einen 3/4 Beutel Macrogol.

Wie könnte ich die Umstellung gestalten ohne Verstopfung zu riskieren?

Außerdem hat er eine Gummibandligatur mit sehr wenig Gewebe vorgenommen, was mir glücklicherweise fast keine Probleme macht.

Da Zinksalbe nicht hilft, soll ich Pasta Cordes nehmen. Was meinen sie dazu?

Vielen Dank und viele Grüße

 

 

 

Expertin Schönenberg-Hackenberg
Beitrag melden
20.01.2018, 12:14 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Ich halte die Vorschläge für sehr vernünftig, der Kollege hat sich mit dem etwas komplizierteren Problem sehr kompetent beschäftigt. !!

Haben Sie vor der Medikamentenumstellung keine Angst, machen Sie es einfach sehr langsam über Wochen.

MfG

Dr. E. S.