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Lästiges Symptom

Juckreiz am After: Hämorrhoiden sorgen für Afterjucken

Juckreiz am After ist ein typisches Symptom von vergrößerten Hämorrhoiden. Welche Ursachen infrage kommen, was gegen das Afterjucken hilft und warum bei Kindern eher Madenwürmer in Betracht gezogen werden sollten.

Analer Juckreiz
Juckreiz am After ist ein typisches Symptom bei Hämorrhoiden.
© Getty Images/Stockbyte

Die Symptome bei vergrößerten oder entzündeten Hämorrhoiden sind vielfältig: Von Blutungen über Brennen und Nässen bis hin zu Juckreiz am After. Medizinisch als Pruritus ani bezeichnet, ist das Afterjucken für Betroffene äußerst unangenehm.

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Wie entsteht Juckreiz am After?

Um den Juckreiz am After zu lindern, kratzen sich viele Betroffene – doch damit entstehen kleine Wunden, die sich entzünden können. Heilen die aufgekratzten Wunden ab, verstärkt sich der Juckreiz am After häufig sogar und führt zu erneutem Kratzen. So entsteht ein regelrechter Teufelskreis aus Afterjucken und Kratzen, der den Zustand der Haut weiter verschlimmert. Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Analekzem.

Hautveränderungen wie vergrößerte Hämorrhoiden oder Marisken sind einer der häufigsten Gründe für Juckreiz am After. Doch auch mangelnde oder übertriebene Analhygiene, Hauterkrankungen durch Pilze sowie Allergien, hervorgerufen durch Kosmetika, Waschmittel oder Reinigungsmittel, können Ursache für den Pruritus ani sein.

Feuchtigkeit oder Lebensmittel lösen Afterjucken aus

Auch Feuchtigkeit kann die empfindliche Analhaut irritieren. Feuchtigkeit entsteht durch Schwitzen, breiigen Stuhl oder vergrößerte Hämorrhoiden, die nässen. Daneben können auch Analfisteln oder entzündliche Darmerkrankungen zu Juckreiz am After führen, wenn Sekret austritt und die Analhaut in Mitleidenschaft zieht.

Daneben können auch Lebensmittel, scharfe Gewürze und Alkohol Durchfall auslösen und dadurch die Afterhaut reizen. Fachärzte der Kliniken St. Antonius in Wuppertal beobachten, dass einige Speisen und Getränke das Afterjucken verschlimmern können: Dazu gehören Bier, Milch, Zitrussäfte und koffeinhaltige Getränke sowie Schokolade, Tomaten und Nüsse.

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Die richtige Hygiene bei Juckreiz am After

Viele Menschen regieren mit besonders sorgfältiger Hygiene auf Juckreiz am After, doch damit schaden sie ihrer Haut eher. Starkes Reiben setzt der angegriffenen Analhaut zusätzlich zu, ebenso wie Seifen, Deos und Feuchttücher. Duft- und Farbstoffe können sogar Allergien auslösen. Eine übertriebene Hygiene im Analbereich kann im schlimmsten Fall zu einem Ekzem führen. Dennoch sollten Stuhlreste sorgfältig, aber sanft entfernt werden. Die Hautärztin Gisela Hubbes empfiehlt, den After nach dem Stuhlgang am besten mit klarem Wasser zu reinigen und anschließend mit weichem Toilettenpapier zu trocknen oder vorsichtig und nicht zu heiß zu föhnen.

Afterjucken vom Facharzt abklären lassen

Ist eine Hautschädigung, etwa ein Analzekzem, für das Jucken am After verantwortlich, kann der Betroffene zunächst versuchen, es mit Sitzbädern und einer zinkhaltigen Salbe in den Griff zu bekommen. Tritt jedoch nach ein bis zwei Wochen keine Besserung ein, besteht die Gefahr, dass ein Analekzem chronisch wird. Der Facharzt sagt Bernhard Lenhard rät, sich bei Afterjucken an einen ausgewiesenen Koloproktologen zu wenden, der dermatologische Kenntnisse besitzt. Bei anhaltendem Juckreiz am After sollten Erwachsene und Kinder auf jeden Fall einen Facharzt aufsuchen, damit dieser die Ursache ermitteln und eine passende Therapie einleiten kann.

Kinder sind anfällig für Juckreiz am After durch Würmer

Gerade bei Kindern raten Experten nach Madenwürmern zu fahnden, wenn sie über Afterjucken klagen. In der Regel winden sich die weißlichen, winzigen Parasiten nach dem Toilettengang auf dem Stuhl. Die Ansteckung erfolgt meist über den sogenannten fäkal-oralen Infektionsweg, das heißt, die Betroffenen essen verunreinigte Lebensmittel. Im Magen schlüpfen die Larven und wandern zum Darm, wo sich die Würmer entwickeln. Die Wurmweibchen bewegen sich nachts zum After, wo sie an der Haut ihre Eier ablegen. Diese verursachen dann den Juckreiz.

Eine Infektion mit Würmern ist leicht zu behandeln: Es reicht, zwei Mal ein Wurmmittel zu nehmen. Um sich nicht erneut zu infizieren, ist Sauberkeit oberste Pflicht. Konkret heißt das, häufig die Hände zu waschen. Außerdem sollten die Unterwäsche und Bettwäsche täglich gewechselt und als Kochwäsche oder mit Desinfektionsmitteln gewaschen werden. Mit diesen Maßnahmen lässt sich Afterjucken bei Kindern schnell behandeln.

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