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Schwangerschaft und Hämorrhoiden

Warum Schwangere nicht plötzlich Hämorrhoiden bekommen

Ein Hämorrhoidenleiden entsteht nicht von heute auf morgen oder während einer Schwangerschaft. Dafür braucht es Jahre. Viele Schwangerschaften steigern aber das Risiko für Beschwerden mit den Hämorrhoiden.

Schwer zu glauben, weil wahr: Gerüchte beeinflussen die Meinung von Menschen stärker als die Wahrheit - selbst wenn sie durch eindeutige Beweise widerlegt sind, fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie im schleswig-holsteinischen Plön heraus.

Hämorrhoiden vergrößern sich nicht schlagartig

Das erklärt, warum sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Frauen während einer Schwangerschaft Hämorrhoiden bekommen können. Denn es stimmt nicht. Zum einen hat jeder Mensch Hämorrhoiden - diese Gewebeposter am Afterausgang dichten den Enddarm ab. Zum anderen vergrößern Hämorrhoiden sich nicht plötzlich, sondern über eine lange Zeit. "Sie wachsen im Laufe von 10-20 Jahren - nicht von einem Tag auf den anderen", erklärt Enddarmspezialist Dr. Bernhard Lenhard. Wenn sich am After überraschend ein schmerzhafter Knubbel findet, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Analvenenthrombose.

Viele Schwangerschaften erhöhen die Gefahr für ein Hämorrhoidenleiden

Richtig ist aber, dass viele Schwangerschaften und Geburten das Risiko erhöhen, dass die Hämorrhoiden sich vergrößern. Denn beides kann den Beckenboden schwächen und begünstigt dadurch Probleme mit den Hämorrhoiden. Falls eine werdende Mutter schon ein Hämorrhoidenleiden hat, kann ihr Zustand die Beschwerden verstärken. Denn die hormonelle Umstellung erweitert die Gefäße und lockert das Gewebe auf. Zudem erschwert die wachsenden Gebärmutter den normalen Rückfluss des Blutes aus den Beckenvenen. Dazu kommt, dass Schwangere oft an Verstopfung leiden. Sie müssen daher beim Toilettengang stark pressen, was die Hämorrhoiden ebenfalls wachsen lässt. "Der Druck auf den Beckenboden während einer Schwangerschaft und das Pressen bei einer Geburt kann die Hämorrhoidalpolster etwas vergrößern", sagt Lenhard, "aber nicht so stark, dass das Leiden plötzlich von einem Schweregrad zum nächsten springt."

Ballaststoffe und Beckenboden-Gymnastik beugen Beschwerden vor

Um Problemen mit den Hämorrhoiden vorzubeugen, sollten Schwangere besonders ballaststoffreich essen, indem sie reichlich Gemüse, Obst und Vollkornwaren zu sich nehmen. Dazu am besten mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag trinken, um den Stuhl weich zu halten. Gut ist Beckenboden-Gymnastik: In der Schwangerschaft und nach der Geburt kräftigt sie das Muskelgeflecht im Unterleib und hilft ihm, die Strapazen ohne größere Schäden zu überstehen. Das schützt vor einem Hämorrhoidenleiden oder einem Verschlimmern bestehender Beschwerden.

Verträgliche Hämorrhoidenmittel für Schwangerschaft und Stillzeit

Falls die Hämorrhoiden brennen, wehtun oder ein Analekzem ausgelöst haben, sollte sich eine Schwangere von einem Proktologen behandeln lassen. Gegen Juckreiz und Schmerzen helfen Salben und mit Arznei getränkte Analtampons, wie z.B. Haemotamps. Ein Vorteil von Analtampons: Sie sind wirkungsvoller als herkömmliche Hämorrhoidenzäpfchen, weil sie dort zum Liegen kommen, wo die Wirkstoffe gebraucht werden, nämlich rund zwei Zentimeter hinter der Afteröffnung. Wichtig ist darauf zu achten, dass Frauen die Wirkstoffe in Hämorrhoidenmitteln während Schwangerschaft und Stillzeit ohne Bedenken nehmen können. Um ganz sicher zu gehen, sollten sich werdende Mütter von ihrem behandelnden Arzt oder einem Apotheker beraten lassen. Neben Medikamenten können Sitzbäder die Symptome eines Hämorrhoidenleidens lindern. Sie seien bei einem Analekzem sinnvoll, urteilt Fachmann Lenhard. Er empfiehlt Eichenrinde. Sie enthält Gerbstoffe, die zusammenziehende Wirkung entfalten.

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Autor: Martina Janning
Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2015
Quellen: Mit Informationen von Dr. Bernhard Lenhard, Pressesprecher des Berufsverbandes der Coloproktologen Deutschlands und des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie

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